Webcam
Termine
Aktuell
alle aktuellen Nachrichten >>>
18.02.2017 14:57

Kammermusikabend am Kant

Zum ersten Mal fand am vergangenen Montag in der Aula des Kant-Gymnasiums ein Kammermusikabend unter der Leitung von Frau Spanuth statt.

Den Anfang machten sechs flotte Stücke die die Streicherklassen 5 und 6 unter der Leitung von Renate Hust-Pfeifer und Lili Meermann vortrugen. Gefolgt wurde dieser Beitrag von den Vorträgen der Schülerinnen und Schüler aus der Mittelstufe. Zu hören war unter anderem ein Gitarrenstück des spanischen Barockkomponisten Gaspar Sanz (Moritz Mayeh), der Entertainer von Scott Joplin (Mustafa Kösekul) und ein Marsch für Posaune (Adrian Deidenbach).

In einer weiteren Einheit kamen die Streicher noch einmal gut zur Geltung. Durch eine gelungene Literaturauswahl und eine differenzierte Interpretation konnte Lili Meermann das Können und Talent ihrer Schülerinnen dem Publikum demonstrieren: irische Volksmusik zeigte einmal eine ganz andere Seite der Geige (Isabel Damjanovic, Susanna Wise). Ebenso überzeugte das kammermusikalisch anspruchsvolle Präludium von Dimitri Schostakowitsch, vorgetragen von Inka Untermair und Julia Wind, die Zuhörerinnen und Zuhörer einmal mehr davon, wie sehr diese Art der Musik vom Engagement der Interpreten lebt.

Diesem Anspruch wurde auch das neu gegründete Kammermusikensemble von Frau Spanuth gerecht. In zwei Werken unterschiedlicher Epochen (Festmusik von Händel, Over the Rainbow von Arlen) stellten die die Spielerinnen und Spieler (Martin Pfeifer, Lea Kemp, Diego Weingart, Sahar Ghafury, Florian Wehr) außerdem unter Beweis, dass sie ihre Spielweise an unterschiedliche Stilistiken und Genres mühelos anpassen können.

Der letzte Abschnitt setzte mit seinen Werken noch einmal einen besonderen Akzent. Neben „Sei wachsam“ von Reinhard Mey (Etienne Haupt), welches einen kritischen Blick auf die Gesellschaft wirft, beleuchtete Estelle Gerzen mit „Voi che sapete“ und „O mio babbino caro“ die Facetten der Liebe. Lennard Fey und Niklas Müller trugen mit viel Einfühlungsvermögen bekannte Filmmusik und eine Ballade des südkoreanischen Komponisten Yiruma vor. Für ein Feuerwerk der Gefühle und großen Applaus sorgte schließlich das von Simon Wagner äußerst virtuos gespielte Solostück für Gitarre „Asturias“ von Isaac Albéniz. In Gedenken an den im letzten Jahr verstorbenen Komponisten Leonard Cohen trugen weitere Mitglieder des Kammermusikensembles (Helena Lenz, Niklas Müller, Felix Liesenfeld, Jan Ginster, Tobias Nick, Simon Wagner) zum Schluss eine instrumentale Version des „Hallelujah“ vor.

Durch den Abend führte die Schülerin Lenie Bourry die zuvor am Wettbewerb „Jugend präsentiert“ teilgenommen hatte. Ihre sehr gelungene Moderation zeigte, wie sie sich gekonnt und innerhalb kürzester Zeit in das Thema Musik/Kammermusik eingearbeitet hat.

Frau Spanuth betonte am Ende des Konzertes, dass es ihr großen Spaß gemacht habe. Der Abschlussbeifall zeigte, dass es dem Publikum ebenso erging.