„Etwas mit Mode“ - Das war der Wunsch der sieben Schülerinnen des Leistungskurses Bildende Kunst der Jahrgangsstufe 12 von Imke Blankemeyer für eine praktische Arbeit.
„Etwas mit Mode“ - Das war der Wunsch der sieben Schülerinnen des Leistungskurses Bildende Kunst der Jahrgangsstufe 12 von Imke Blankemeyer für eine praktische Arbeit. Passend zum Schuljubiläum und seinem Motto „Tradition mit Zukunft“ wurde daraus die Aufgabe, Kleidung zu entwerfen und umzusetzen, die einerseits die Mode vor 250 Jahren aufgreift und andererseits einen Blick auf die nächsten 250 Jahre wirft.
Erforderlich war eine intensive Auseinandersetzung mit der Mode der vergangenen und zukünftigen 250 Jahre (!), die garniert wurde mit Materialerfahrungen zu Papier aller Art und Einblicken in Schnitt- , Verbindungs- und Klebetechniken sowie in das Entwurfs- und Modezeichnen. Doch von vorne: Wenn man sich im Fach Kunst mit dem Thema Mode beschäftigt und seine Ideen kreativ umsetzen will, jedoch möglichst das Nähen mit der Nähmaschine vermeiden möchte, kommt man am Werkstoff Papier nur schlecht vorbei.
So bildeten am ersten Projekttag unter Leitung von Ute Krautkremer Erprobungen mit dem Material Papier in jedweder Form (von Toilettenpapier über Packpapier bis hin zu Tapeten) den Ausgangspunkt für erste tragbare Kreationen. Es folgte ein Besuch der Karl Lagerfeld-Ausstellung in der Bundeskunsthalle Bonn, der die Schülerinnen unter fachkundiger Anleitung während eines anschließenden Workshops in die Entwurfsmethodik einführte und allen Teilnehmerinnen den Unterschied zwischen Mode aus dem Kaufhaus und der Raffinesse handgenähter Haute Couture vor Augen führte. Derart angespornt und angeregt durch Beispiele der Rokoko-Mode vor 250 Jahren begannen die Schülerinnen am 2. Projekttag mit eigenen Entwürfen historischer Kleider.
Ein Modell, das Ideen verschiedener Entwürfe vereinte, wurde von den Schülerinnen gemeinsam aus Papier umgesetzt. Viele Unterrichtsstunden und noch mehr Freistunden und Treffen an freien Nachmittagen waren jedoch nötig, um sowohl das Rokokomodell als auch das futuristisch inspirierte Kleid in Falttechnik zu realisieren.
Letzte Überlegungen galten der Präsentation der Kleider. Hier danken alle Teilnehmerinnen und die beiden Lehrerinnen Frau Weißer vom Bopparder Modehaus Stammer, die nicht nur Schaufensterpuppen zur Verfügung stellte, sondern gleich ein ganzes Schaufenster anbot, in dem der Kunstkurs seine Entwürfe und Modelle ausstellen kann. Imke Blankemeyer





