Termine
Aktuell
18.04.2019 13:09

Abiturjahrgang 2019 des Kant-Gymnasiums Boppard spendet 1200€ nach Ruanda

In kritischer Auseinandersetzung mit ihrem Abiturmotto „Kabitalismus – eRlöst nach 13 Jahren...

alle aktuellen Nachrichten >>>
02.04.2017 22:40

Osterbrunch der 5c im Rahmen der Patenschaft für unsere indischen Schulkinder, Swati und Murugan!

Im Rahmen der Patenschaft für zwei indische Schulkinder, Swati und Murugan, organisierte die Klasse 5c, unterstützt von ihren Patenschülern aus den 10. Klassen,  am Samstag einen Osterbrunch für ihre Familien.

Neben einem reichhaltigen Frühstücksangebot gab es abwechslungsreiche Vorführungen (Gedichtvorträge, Sketche, Tänze) und Mitmachangebote (Wettspiele, Schnitzeljagd). Bei schönem Frühlingswetter hatten alle viel Freude und auch in finanzieller Hinsicht war es eine lohnende Veranstaltung. Einen herzlichen Dank allen Akteuren und Spendern!

09.02.2017 10:46

Klasse 8c überzeugt mit Indien-Patenschaft-Aktion

Die Weihnachtskartenbastelaktion der Klasse 8c für die Indien Patenschaft des Kant Gymnasiums erbrachte immerhin stolze 58,50€! Somit hat die Klasse 8c mit ihrer Adventszeitaktion einen Monat Schulgeld incl. Kosten der ärztl. Versorgung für die Indienpartnerschaft erbastelt. Ein herzliches Dankeschön, liebe 8c!

28.11.2016 09:07

(Ein) Plätzchen in der Schule für Swati und Murugan

Eine schöne Aktion. Schüler/Innen haben selbst gebackene Plätzchen liebevoll verpackt und verkauft. Mit dem Erlös aus dem Verkauf ermöglichen sie zwei Kindern, Swati und Murugan aus Indien, den Schulbesuch.

Die fünften Klassen haben Bildungspatenschaften für ein Mädchen und einen Jungen in Indien übernommen. Sie verkaufen in den Pausen selbstgemachte Plätzchen, um Swati und Murugan den Schulbesuch zu ermöglichen.
(Nachtrag 14.12.2016: Die Plätzchenverkaufsaktion der 5. Klassen für die Indienpatenschaften erbrachte die stolze Summe von 378,05 €! Spitze! )

Bildungspatenschaft "Indien"

Ansprechpartnerin: Frau Birgit Gödert

Sozialpraktikum in Indien - ein persönlicher Bericht von Sophia Wehr

Wie fast jedes Jahr flog ich im Sommer nach Chennai, Tamil Nadu in Südindien, von dort ging es mit dem Taxi innerhalb von vier Stunden nach Tiruvannamalai, eine kleine Stadt auf dem Land. Dort lebte ich gemeinsam mit anderen Mitgliedern des Hilfsprojekts Freundeskreis Indien zusammen. Nach einem Tag der Eingewöhnung an heißes Klima und Zeitumstellung begann am Mittwoch, den 05. Juli 2016 mein achtwöchiges Sozialpraktikum bei Shantimalai Handicrafts Development Society. In dieser Gesellschaft geht es vor allem um die Unterstützung von Frauen, die ihre Familien und sich selber ernähren müssen, weil zum Beispiel ihre Männer dazu nicht in der Lage sind oder sie bereits verwitwet sind.

Meine Tage begannen pünktlich um 8:00 im Om Shanti Home in einem kleinen Dorf in der Nähe von Tiruvannamalai. Dort verbrachte eine weitere Praktikantin und ich den Vormittag mit den älteren Frauen. Wir malten gemeinsam mit ihnen oder spielten einfache Spiele an denen sie sich sehr erfreuten. Jeden Morgen begrüßten sie uns mit einem für sie so typischen strahlenden Lächeln.

In der zweiten Woche kamen wir dank einer Übersetzerin auch ins tiefere  Gespräch mit dem Frauen über ihre zum Teil sehr leidvollen Lebensgeschichten, welche uns sehr berührten und die Augen öffneten im Bezug auf die Rolle der Frau in Südindien. Wir wurden oft von Kindern, deren Eltern ebenfalls im Freundeskreis Indien tätig sind und aus Deutschland, Schweiz und der USA kamen, begleitet, was die Frauen besonders freute, um ihnen einen Eindruck über das dörfliche Leben in Südindien zu vermitteln. Um 13:30 verließen wir das Om Shanti Home wieder.

An einem Vormittag besuchten wir mit diesen westlichen Kindern die 100 Meter weiter gelegene Schule des Freundeskreises, um ihren Schulalltag näher kennenzulernen. Auf Bitte des Schulleiters bereiteten die Kinder mit unserer Hilfe je eine kurze Präsentation über ihr Land vor, welche sie vor drei Klassen präsentierten.  Danach nahmen sie am Sportunterricht teil, die Jungs spielten Fußball und die Mädchen nahmen am Yoga teil.

Meine Nachmittage, von 15 Uhr bis 17 Uhr, gestalteten sich immer unterschiedlich, je nach Bedarf half ich bei dem Design neuer Taschen, kümmerte mich um den Quality-Check großer Bestellungen der Handicrafts, half bei der Organisation und Gestaltung der neuen Räume im Hauptgebäude der Shantimalai Handicrafts Development Society und arbeitete an der Stoffauswahl für zu produzierende Teppiche und lernte dort auch Teppiche selber zu weben.

Dadurch erfuhr ich sehr viel über die täglichen Abläufe und kam in engen Kontakt mit den dort arbeitenden Frauen, die oft schwere Schicksalsschläge erlebt hatten und denen diese Arbeit das Leben gerettet hat. Unabhängig vom Praktikum besuchte ich die Familie einer der Frauen des Hilfsprojekts Zuhause, sowie unser Patenkind Swathi, die gemeinsam mit ihrem Onkel und ihrem Großvater zwei kleine Zimmer in der Stadt bewohnt, da ihre Eltern früh verstorben sind.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass ich in viele Bereiche des Projekts Einblick bekommen habe und dadurch Erfahrungen fürs Leben aus diesem Sozialpraktikum mitnehmen konnte.

 

Informationen über die Projekte:

-Verein Om Shanti e.v:
In Südindien leben die alten Witwen auf den Straßen. Sie schlafen in den Ecken von alten Tempeln, in Gärten oder Hauseingängen und betteln. Man sagt, dass schon der Schatten einer Witwe, der auf dich fällt, dir Unglück bringt. So leben sie in Isolation und Elend auf den Straßen Indiens. Ihre Zahl wird auf 33 – 40 Millionen geschätzt.
“Om Shanthi e.V.” – Hilfe für Witwen in Indien” ist im September 2013 gegründet worden.
Wir unterstützen Witwen und verelendete, alleinstehende Frauen, indem wir helfen, Anträge für die staatliche Witwenpension auszufüllen und zu stellen. Wir bieten Trainingsprogramme an, damit die Frauen den Lebensunterhalt für sich und ihre Kinder bald selbst sichern können, bieten weiterhin kostenlose medizinische Versorgung im Shanthimalai-Krankenhaus und Hilfe bei allen darüber hinaus gehenden Problemen, wie z.B. bei komplizierten operativen Eingriffen und weiterführenden Ausbildungen der Kinder von Witwen oder notleidenden, alleinstehenden Frauen an.
(Quelle:
http://widowsofindia.de/?page_id=694 18.10.2016)

-Frauenhilfsprojekt:

Hilfe zur Selbsthilfe ist das Ziel des Freundeskreis Indien e.V. und der indischen Partnerorganisation Shanthimalai Research and Development Trusts, der 1986 aus einer privaten Initiative als karitative Non-Profit-Organisation gegründet wurde. Der Aufbau einer ambulanten Klinik und die Ausbildung von medizinischen Dorfhelferinnen waren der Beginn eines umfassenden Dorfentwicklungsprojekts, in das inzwischen 50 Dörfer um die südindische Provinzstadt Tiruvannamalai einbezogen sind.

Angeregt durch den Shanthimalai Trust fanden mehr als 300 Frauen Ausbildung und Arbeit im traditionellen Kunsthandwerk, unabhängig von Religionszugehörigkeit und sozialer Kaste.  Bei der Schaffung von Arbeitsplätzen wurde besonders auf menschenwürdige Arbeitsbedingungen Wert gelegt, wie geregelte Arbeitszeit, fairer Lohn, freundliche Umgebung und medizinische Versorgung.
(Quelle:
http://www.ak-suedindien.de/smhds 18.10.2016)